Beständigkeitsprüfung

Chemische und mechanische Beständigkeit

Die Korrosionsprüfung bzw. Beständigkeitsprüfung dient dazu, im beschleunigten Maße festzustellen, wie ein Material gegenüber äußeren Einflüssen reagiert. Wir führen Prüfungen nach vielen gängigen Normen und OEM-Vorschriften durch und unterbreiten Ihnen gerne ein individuelles Angebot

Beständigkeitsprüfung gegenüber Chemikalien

Die Beständigkeit gegenüber Chemikalien ist eine wichtige Voraussetzung, um die Verträglichkeit unter den Einsatzbedingungen eines Produktes sicherzustellen. Je nach Einsatzbereich wird ein Produkt mit mehr oder minder aggressiven Reinigungsmitteln und Lösungsmitteln, mit Fett, Öl und Schweiß der Hände, mit Sonnencreme oder auch mit Essensresten wie z.B. Kaffee oder Ketchup in Berührung kommen. Eine Beständigkeitsprüfung erlaubt mögliche Schädigungen (wie z.B. Lackhaftungsprobleme, Glanz- und Farbeffekte, Festigkeitsreduzierung usw.) im Vorfeld zu erkennen.

Korrosionsprüfung

Die Korrosionsprüfung dient der Simulation eines tropischen Klimas mit hoher Feuchte (Kondenswasserprüfung) bzw. einer Bauteilbeanspruchung in Meeresnähe (Salznebelkammer). Dabei wird insbesondere die Korrosionsbeständigkeit metallischer Oberflächen (z.B. von Verchromungen) bewertet. Zusätzlich kann die Beständigkeit gegenüber Schadgasen ermittelt werden.

Beständigkeitsprüfung gegen Abrieb

Neben einem chemischen Angriff kann auch ein mechanischer Kontakt (Abrieb) zu einer Veränderung der Oberfläche führen. Je nach Material und Einsatzbedingungen können verschiedene Beständigkeitsprüfungen durchgeführt werden. Bei Geweben und technischen Textilien sind Scheuertests (z.B. Crockmeter-Test) üblich, um die Qualität einer Ware zu beschreiben. Aber auch bei lackierten Oberflächen geben derartige Abriebtests Hinweise auf vorzeitigen Verschleiß. Eine kombinierte Einwirkung von Wasser, Schweiß, Reinigungsmittel und Creme während der mechanischen Beständigkeitsprüfung kann die Abnutzung und Alterung einer Oberfläche erheblich beschleunigen. Nach dem Beständigkeitstest wird die gealterte Oberfläche mit Hilfe eines Vergleichsmaßstabes (z.B. Graumaßstab) in einer speziellen Lichtkabine beurteilt, bzw. Farbe und/oder Glanz gemessen.  

Kratztest, Kreuz- und Gitterschnittprüfung

Kratz-Beständigkeitsprüfungen oder auch kurz Kratztests genannt, werden an Kunststoffen durchgeführt, um die Qualität der Haftung von Lacken und Beschichtungen auf Kunststoffen zu testen oder die Widerstandfähigkeit von unbehandelten Kunststoffoberflächen zu überprüfen. Dazu wird eine Nadel mit zunehmender Andruckkraft über die Oberfläche geführt und geprüft, wie lange die Oberfläche dieser Belastung Widerstand leisten kann (z.B. Ritzprüfung nach DIN EN ISO1518).

Die Gitterschnittprüfung dient der Ermittlung der Haftung einer ein- oder mehrschichtigen Lackierung auf dem Untergrund. Dadurch erkennt man, wie sich eine lackierte Oberfläche gegen Verletzungen verhält. Bei der Kreuz- oder Gitterschnittprüfung wird die Oberfläche kreuzförmig mit einer scharfen Klinge eingeritzt. Danach wird die Haftung des Lackes über einen Abzugstest überprüft und die Qualität der Haftung nach DIN EN ISO 2409 mit den Gitterschnittkennwerten GT0 bis GT5 bzw. nach ASTM D 3359-02 mit den Kennwerten 5B bis 0B bewertet.